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Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GS) Bad Mergentheim

Johann-Hammer-Str. 24
97980 Bad Mergentheim
07931 / 9745-0
07931 / 9745-30
E-mail an das Seminar


Was ist ein 'Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung'?

Ein Seminar ist im ursprünglichen Sinne ein „Übungskurs an einer Hochschule“ aber auch ein anderer Begriff für eine „Lehrerbildungsanstalt“. Im Gegensatz zur überwiegend theoretischen wissenschaftlichen Ausbildung von jungen Lehrerinnen und Lehrern an einer Hochschule werden an einem Seminar für Didaktik und Lehrerbildung erziehungswissenschaftliches und fachtheoretisches Wissen konkret mit Schulpraxis verknüpft. Da das gesamte Schulsystem einschließlich Privatschulen und privater Hochschulen unter staatlicher Aufsicht steht, ist auch die Lehrerausbildung staatlich organisiert. Ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung ist eine Behörde, die konzeptionell dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie personell weitgehend dem zuständigen Regierungspräsidium unterstellt ist.

Wer darf ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung besuchen?

Studenten, die an einer Pädagogischen Hochschule oder einer Universität ein Lehramt studiert und das erste Staatsexamen für dieses Lehramt bestanden haben, werden einem bestimmten Seminar zugewiesen, um ihre Berufsausbildung abschließen zu können. Eine Planungsgruppe teilt landesweit zu.

Welchen Status haben die Lehreranwärter?

Die zugelassenen Seminarbewerber werden auf das Grundgesetz und die Landesverfassung vereidigt und sind in der Regel Beamte auf Widerruf. Dieser besondere Beamtenstatus besagt, dass die jungen Lehrer die Ausbildung absolvieren können, dass aber am Ende der  Ausbildung das Beamtenverhältnis widerrufen wird. Die Dienstbezeichnung lautet  Lehramtsanwärter.

Wie sieht die Ausbildung am  Seminar aus?

Ein Seminar ist ein Ausbildungsverbund mit zwei tragenden Säulen: auf der einen Seite die Ausbildungsschulen, die erst eine schulpraktische Ausbildung mit Unterrichtshospitationen und konkreten Unterrichtsversuchen ermöglichen, auf der anderen Seite die Ausbildung am Seminar, in der die Unterrichtspraxis und die daraus gewonnen Erfahrungen und Einsichten reflektiert werden. Die Lehramtsanwärter werden im pädagogischen und fachdidaktischen Bereich sowie in Schul- und Beamtenrecht am Seminar zu Ausbildungsgruppen zusammengefaßt. Die Ausbildungszeit am Seminar ist durch die Prüfungsordnung und durch Verwaltungsvorschriften festgelegt. In der Regel  hospitieren und unterrichten die Lehramtsanwärter dreizehn Schulstunden pro Woche und besuchen in etwa dem gleichen Umfang die begleitenden Ausbildungsveranstaltungen am Seminar. Neben einem feststehenden verbindlichen Ausbildungsplan gibt es auch die Möglichkeit individuell ausgesuchter Wahl-Pflicht-Veranstaltungen. Die Ausbildung umfasst drei Schulhalbjahre und endet mit der 2. Dienstprüfung.

Wer arbeitet am Seminar?  

Ein Seminar besteht aus der Seminarleitung (Leiter und Stellvertreter), aus mehreren Bereichsleitern als  hauptamtlich Beschäftigte mit der Amtsbezeichnung Seminarschulrat, aus mehreren Fachleitern mit meist überwiegender Lehrtätigkeit am Seminar und aus Lehrbeauftragten. Lehrbeauftragte sind besonders befähigte und fortgebildete Lehrer, die neben ihren schulischen Aufgaben am Seminar einen Lehrauftrag wahrnehmen. In der Seminarverwaltung arbeiten ausgebildete Bürokräfte. In Zeiten großer Ausbildungskurse arbeiten bis zu fünfzig Ausbilder für das Seminar. Gemeinsame Aufgabe und Ziel aller an der Ausbildung Beteiligten ist es, die Lehramtsanwärter zu befähigen, den Erziehungs- und Bildungsauftrag an Grundschulen erfolgreich und verantwortlich wahrzunehmen.

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