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Ausbildungskonzeption Mathematik

 

  1. 1.    Grundpositionen der Ausbildung im Fach Mathematik

Die Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien (TIMSS, PISA) ließen die Forderung nach einer „veränderten Unterrichtskultur“ laut werden. Für das Fach Mathematik wurden daraufhin zahlreiche praxisnahe Programme und Projekte initiiert, z.B. WUM, SINUS oder PIK AS. Bereits mit dem Bildungsplan 2004 wurde dieser Forderung auf formaler Ebene Rechnung getragen, der Bildungsplan 2016 entwickelt die Vorgaben im Rahmen der KMK-Standards weiter. Auch die Ausbildungsstandards für die Lehrerausbildung greifen diese Forderung auf. Derart bedeutende und grundlegende Veränderungen benötigen natürlich Zeit und lassen sich von allen Beteiligten nicht von heute auf morgen umsetzen. Der Blick in die Praxis zeigt, dass sich viele Schulen bei der Umsetzung der Vorgaben im Entwicklungsprozess befinden. Der Fachbereich Mathematik des Seminars richtet seinen Fokus daher schwerpunktmäßig auf die Implementierung der „veränderten Unterrichtskultur“ in die Unterrichtspraxis.

 

Im Zentrum der Ausbildung der LehramtsanwärterInnen stehen dementsprechend mathematikdidaktische Konzepte und Prinzipien, die den Ansprüchen an einen allgemeinbildenden, nachhaltigen und modernen Mathematikunterricht im Sinne einer veränderten Unterrichtskultur gerecht werden und die Bedeutung der Mathematik als Schlüsseltechnologie für die Zukunft und wichtige Kulturtechnik herausstellen.

 

  1. 2.    In Mathematik zu erwerbende Qualifikationen

Über welche Kompetenzen LehramtsanwärtInnen am Ende ihrer Ausbildung verfügen müssen, darüber geben die Ausbildungsstandards für Mathematik Auskunft, auf die an dieser Stelle verwiesen wird. 

 

  1. 3.    Besondere Hinweise

Im Spannungsfeld zwischen Teilnehmerorientierung und Zielorientierung strebt der Fachbereich Mathematik eine möglichst praxisnahe Umsetzung der Ausbildungsstandards an. Eine partielle Modularisierung der Ausbildungsbausteine ermöglicht dabei bedarfsorientiertes Arbeiten. Die Vernetzung mit den Ausbildungsstandards anderer Fachbereiche (z. B. Pädagogik und Schuleingangsstufe) ermöglicht nachhaltiges Lernen in Sinnzusammenhängen.

 

  1. 4.    Übersicht über die einzelnen Seminarveranstaltungen

 

Veranstaltungen in der Stammgruppe:

 

Unterrichtskultur, Dimensionen für guten Mathematikunterricht, Ausbildungsstandards

SEG: Wie Kinder rechnen lernen

Struktur von Lehr- und Lernsequenzen, mathematische Gesprächsführung

Inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen, sprachsensibler Mathematikunterricht

Hospitation, Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung

Lernvoraussetzungen erfassen

Modell zur Aufgabenanalyse

Veränderte Aufgaben- und Fehlerkultur

Unterrichtseinheiten kompetenzorientiert planen, didaktische Arbeitsmittel

Leistungsbeurteilung, kooperative Aufgaben

Praxisversuch: kooperative Aufgaben

Didaktik der Geometrie

Sachrechnen

Prüfungsvorbereitung

 

Bedarfsorientierte Veranstaltungen in Wahlpflichtgruppen:

 

Förderbausteine zu den arithmetischen Basiskompetenzen

Konkrete Unterrichtsinhalte (z.B. Einmaleins, schriftliche Rechenverfahren,
Rechenstrategien, Größen, Zahlenraumerweiterung, Kombinatorik, Kopfgeometrie)

Didaktik-Module (z.B. Gesprächsführung, sprachsensibler Mathematikunterricht,

Klassenarbeiten, didaktische Arbeitsmittel, Schulbuchanalyse, Fehlerkultur)

 



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