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Ausbildungskonzeption zum Umgang mit Heterogenität: Jedes Kind  im Blick - Lernvoraussetzungen erfassen - Lernchancen bieten

Das Ausbildungskonzept "Umgang mit Heterogenität - Diagnose und Förderung" ist der Arbeitsschwerpunkt am Seminar Bad Mergentheim.

Zielsetzung

Ein zentrales Anliegen der Ausbildung ist es, den Lehramtsanwärtern eine Grundlage für die Entwicklung von Sicherheit und Souveränität in der Arbeit mit heterogenen Lerngruppen zu bieten.
Schwerpunkte dieses Professionalisierungsprozesses der Lehramtsanwärter sind die Sensibilisierung für individuelle Lernprozesse der Schüler sowie die Entwicklung der Fähigkeit, Lern- und Entwicklungspotentiale zu erfassen und adäquate Lernangebote zu schaffen. Damit einher geht die Gestaltung einer neuen Lehr- und Lernkultur.

Im Bereich "Diagnose und Förderung" zu erwerbende Qualifikationen

Über welche Kompetenzen Lehramtsanwärter am Ende ihrer Ausbildung verfügen müssen, darüber gibt innerhalb der Ausbildungsstandards Pädagogik der Standard "Diagnose und Förderung" Auskunft, auf den an dieser Stelle verwiesen wird.

Vernetzung verschiedener Ausbildungsbereiche

Der Bereich "Umgang mit Heterogenität - Diagnose und Förderung" ist als durchgängiges Prinzip der gesamten zweiten Ausbildungsphase zu verstehen. Dabei ergänzen sich die folgenden Fachbereiche und Seminarbausteine wechselseitig.


Pädagogik

Grundverständnis und Grundkenntnisse im Bereich Diagnose und Förderung

SEG (=Schuleingangsstufe)

- Veranstaltungen zu den Themen Schriftspracherwerb und Entwicklung mathematischer Kompetenzen im arithmetischen Bereich
- Kompetenzstufenmodelle  
- Möglichkeiten zur Feststellung des Wissens- und Könnensstandes eines Kindes
- Lernangebote und Förderideen (entsprechend der jeweiligen Entwicklungsstufe)
- Kenntnisse über lern- und entwicklungspsychologische Grundlagen für die Schuleingangsdiagnostik

Fachdidaktik

Kenntnisse über Stufen des Kompetenzerwerbs einschließlich fachspezifischer Diagnoseverfahren und Fördermaterialien
 

Enge Verzahnung von Theorie und Praxis

Vier aufeinander bezogene und zeitlich abgestimmte Praxis- und Erfahrungsfelder, die sich durch die gesamte Ausbildung ziehen und sowohl in den Seminarveranstaltungen als auch in den Ausbildungsgesprächen konsequent reflektiert werden, bilden die Säulen des Ausbildungskonzeptes. 

  • Umsetzung eines Diagnose- und Förderauftrages 
    Die Lehramtsanwärter ermitteln den individuellen Wissens- und Könnenstand eines Schülers und erstellen einen Förderplan.
     
  • SEG (Schuleingangsstufe):
    Planung und Durchführung einer Lernsequenz (Deutsch/Mathematik) in einer ersten Klasse 
    Schwerpunkt:
    Ermittlung der Wissens- und Könnensstände einer ganzen Klasse und Konzeption darauf abgestimmter Lernangebote
  • Selbstständiger Unterricht:Analyse der Lernvoraussetzungen der Schüler
     
    Analyse der Lernvoraussetzungen der Schüler einer Klasse im jeweiligen Fach zu Beginn des Schuljahres und Berücksichtigung dieser bei der Planung von Unterricht
  • Durchführung einer Schuleingangsdiagnostik bzw. ausgewählter Diagnoseverfahren
     
    Lehramtsanwärter führen in Grundschulförderklassen bzw. Kindergärten eine Schuleingangsdiagnostik durch.

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